Kosmonaut Festival

16. & 17.06.2017 Stausee Rabenstein, Chemnitz

Logo Kosmonaut Festival 16. & 17.06.2017 Stausee Rabenstein, Chemnitz

Line-UP Samstag

Samstag / 17.06.

GEHEIMER HEADLINER


ANNENMAYKANTEREIT

Drei Kölner. Alle Anfang 20. Alle mit einem Namen. Christopher Annen, Henning May und Severin Kantereit. Seit 2014 ist auch Malte Huck dabei. Zusammen sind sie AnnenMayKantereit. Sie machen Musik so wie sie ihnen gefällt. Gesungen wird hauptsächlich auf Deutsch. Ohne Pathos, stattdessen mit Fingerspitzengefühl und dem eigenen Erfahrungsschatz geht es in ihren Liedern um Liebe, Freundschaft, Verlust – das Leben.

Wütende Jugend trifft dabei auf einfühlsame Balladen, beschwingter Blues auf temperamentvollen Pop und auch die Bewegungshungrigen kommen damit auf ihre Kosten.


BILDERBUCH

Fanpost Zitat (Auszug) 2014-2016

Unglaublich, was Bilderbuch alles auslöst! Ihr glaubt nicht, wie schön es ist, euch dabei zuzuschauen. Die reine SPIELFREUDE und das ZUSAMMENSPIEL, da fliessen sämtliche Kelche der Glückseligkeit über, audiovisuelles LSD!!! Das ist für mich so ein Fall, bei dem es zutrifft, dass das Ganze grösser ist als die Summe seiner Teile. Die Qualität der Musik, der Wille und der Mut zur Innovation, die für eine Wortfetischistin feuchte Träume evozierenden Texte, die Ästhetik des gesamten Artworks, das Gefühl eines eigenen «Universums», das ihr vermittelt, die greifbare Spielfreude die sich überträgt, der Glam, der Schalk, euer persönlicher Style (wär der Name noch nicht besetzt, ihr wärt «The Style Council»), die Leidenschaft, die Wärme (Peter, San Pietro, du hältst den Schlüssel zu meinem Tränenkanal, an den Tasten beim Outro von OM), der Soul, eure Ansichten ganz allgemein. «Austropop»?? FUCK THAT!! Was ihr da betreibt ist Austroporn!!

Dem können wir uns nur anschließen und freuen uns auf Bilderbuch auf dem Kosmonaut 2017!


187 STRASSENBANDE

Schnörkellos, roh und immer auf den Punkt kommen die Großstadtkrokodile der 187 Strassenbande schon lange. Die rebellische Crew mauserte sich über die letzten Jahre sukzessive zu einer echten Szenegröße im HipHop-Zirkel und ließ immer wieder aufhorchen! Dass sie ihr hauseigener Stilmix eines Tages auf Platz 1 der Media Control Charts befördern und in direkter Folge mehrere Wochen in den Top 10 halten würde, darauf haben vermutlich selbst erfahrenste Hustler keine allzu hohen Summen gewettet.

Als eine der wenigen „echten“ Crews für ihr absolut nahbares Image bekannt, gehören die Hamburger nicht erst seit der jüngsten Erfolgsgeschichte rund um den Chartbreaker „High & Hungrig 2“ von GZUZ & Bonez MC oder der in aller Ohren befindlichen Lines von GZUZ auf „Ahnma“, dem (ebenfalls äußerst erfolgreichen) ersten akustischen Lebenszeichen der Beginner seit Ewigkeiten, zu den heißesten HipHop-Combos der Gegenwart: GZUZ, Bonez MC, Maxwell, LX, Sa4 & Co. blicken zum einen bereits auf mehrere ausverkaufte Deutschland-Touren zurück. Die 187 Strassenbande ist mehr als bereit, neue Live-Bestmarken zu setzen. Und eine solche Marke werden sie mit Sicherheit auch auf dem Kosmonaut hinterlassen!


MOTRIP

Wenn Rap-Fans hierzulande in den letzten Jahren eine Platte herbeigesehnt haben, dann ist es mit ziemlicher Sicherheit das aktuelle Album von MoTrip. Drei Jahre nach seinem Debüt »Embryo«, das den 27-jährigen Aachener binnen kürzester Zeit von der nächsten großen HipHop-Hoffnung zu einem der wichtigsten und meistgeachteten Rapper der Szene machte, erschien endlich der Nachfolger »Mama«.

Drei Jahre – insbesondere heute, wo Rapper am laufenden Band mit Schnellschüssen in Albumform abkassieren und durch ständige Selbstinszenierung von sich Reden machen wollen, ist das eine lange Zeit. Eine lange Zeit, in der im Leben von MoTrip viel passiert ist.

»Auch wenn das auf die Fans vielleicht nicht so gewirkt hat, war ich sehr produktiv. Ich habe Touren gespielt und mit anderen Rappern Songs gemacht«, blickt MoTrip auf diese drei, durchaus turbulenten, Jahre zurück. In der Tat riss sich nach dem Release von »Embryo« jeder um den selbsternannten »Kanacken mit Grips«. Denn Mohamed El Moussaoui war das, worauf die Szene so lange vergeblich gewartet hat: Ein Rapper, der das Beste seiner Vorgänger in sich vereint – und dadurch etwas Ureigenes und auf überwältigende Weise Neues schafft. Damit erntete der im Libanon geborene MC Respektsbekundungen vom Who-is-Who der deutschen HipHop-Szene. Von Kool Savas, über Sido bis Samy Deluxe oder Marteria. Plötzlich war MoTrip einer von ihnen und darüberhinaus auch noch ein Garant für gelungene Live-Shows und Deutschraps beliebtestes Feature. Und 2017 ist er endlich auf dem Kosmonaut zu sehen!

 


DIE HÖCHSTE EISENBAHN

Irgendwann 2015: Die Höchste Eisenbahn macht wieder Musik. Im eigenen Studio, ohne Produzenten, ohne Zeitplan, ohne Rücksicht auf Jahreszeit und Biorhythmus. Trommeln werden bespannt, Saiten aufgezogen, Drum Machines entstaubt und Hüpfburgen aufgeblasen. La Boum, die Fete geht weiter! Erst wird ins Blaue musiziert, Felix Weigt, Max Schröder, Moritz Krämer und Francesco Wilking denken an nichts, nur dass der eine Akkord eine Schaukel und der andere eine Gewitterwolke ist. Wie großen Spaß es macht, dabei zu sein, wenn der Beat reinkommt. Dass man diesen oder jenen Teil gar nicht lange genug spielen kann … Aber dann kommen die Fragen. „Wer legt die Leitungen durchs Meer?“ „Wer bringt mich jetzt zu den Anderen?“ „Wo endet das?“

Und die Fragen enden alle in den Liedern, zusammen mit den Menschen, die sie aussprechen. Da ist Louie, der nicht versteht, warum seine Freundin so rastlos ist. Kette, der alles gegen die Wand fahren will. Timmy, der sich grundlos wehtut und Lisbeth, die verbotenerweise rot wird, wenn sie „Ich liebe dich“ hört. Die Welt, in der diese Kurzgeschichten spielen, also die Musik, lässt sich mit Pistole auf der Brust durch drei Adjektive beschreiben: warm, leicht, weit. Natürlich fährt hier Popmusik-Geschichte mit. Die Zurückgelehntheit von Fleetwood Mac, die kindliche Crazyness der Talking Heads und der Schluffie- Folk-Funk der Allman Brothers zum Beispiel. Wir hören auf dem Album die langgeliebten Dx7-Brass-Synths und Juno- Pads, aber zum ersten Mal auch Bongos und Motown-Streicher, sogar eine chinesische Viola. Ist das Weltmusik? Und wenn ja – warum nicht? Die Höchste Eisenbahn erfindet durch Kombinieren, durch Schichten Calypso mit Nintendo, Yachtrock mit Dream Pop. Und die vier Musiker schauen dabei nicht auf ihre Schuhe, sondern in den Himmel, der immer noch jeden Tag blauer wird.


TERRORGRUPPE

Mindestens genauso wichtig wie Musik und Style der Terrorgruppe sind ihre Texte: Unbekümmert und bewußt naiv werden alle wichtigen Bereiche von Politik, Sex, Religion, Drogengebrauch, Beziehungsstress, Lohnarbeit und „Deutschland als Solchem“ einer fundierten Analyse unterzogen: Amüsiert legt Sänger MC Motherfucker die Finger in die Wunden eines kranken Landes – ironisch, sarkastisch, manchmal aber auch mit praktischen Anleitungen zur Rebellion: „Wir wollen alle Halbwüchsigen gegen Eltern, Staat, Kirche und Gesellschaft aufhetzen“ bekennen die Berliner Kinderverführer freimütig. Trotzdem ist die TERRORGRUPPE keine „Politpunk“- Band, sie bezeichnet sich als „10% politisch korrekt“ bei 90% Inkompetenz.  Gerne werden Stars aus Politik- und Showgeschäft „in menschenverachtender Weise“ in Spottversen diffamiert, Schadenfreude ist ein wichtiger Antrieb der Band.

Im Januar 2016 erscheint dann das erste Album nach 10 Jahren Pause – „Tiergarten“ – mal wütend, mal überdreht und leichtfüßig, oft eingängig und immer angriffslustig: 2-Akkorde Protopunk, Wave, Powerpop, eingängige Punkrock-Hooks, Unterhaltung mit Charme trifft auf Frontalangriff, Tiefgang und Tiefschlag. Motto: „Erst schießen, dann fragen!“.

Live bietet die Band einen bunten Mix aus alten Songs und der „Tiergarten„-LP, eine Setlist von 1993 – 2016 im Spannungsfeld zwischen Punk, Trash, Politik, Pop, Subversion und pietätlosem Entertainment. Wo würde die Terrorgruppe also besser hinpassen als aufs Kosmonaut?


SXTN

Was die Besucher eines SXTN Konzerts erwartet, dürfte mittlerweile klar sein: Harte Lyrics in Humor verpackt, grenzenloses Selbstbewusstsein, gute Laune und unglaublich gute Rap Skills der Berlinerinnen Juju und Nura.

Mit frischem Wind und ihrer unverblümten Art sind SXTN in die von Männern dominierte Rap-Welt eingeschlagen wie eine Bombe. SXTN lassen sich nicht reinreden und mischen die Szene mit ihrem provokanten, gesellschaftskritischen Battle-Rap gewaltig auf. Ihre Debüt EP „Asozialisierungsprogramm“ erschien im April 2016. 2017 geht der SXTN Partystreifzug auf dem Kosmonaut also weiter. „Entfesselt, laut und unverschämt“ (FAZ).


MINE

Die Welt ist aus den Fugen geraten, und auch Mine wird sie nicht zurechtrücken können. Muss sie aber auch nicht.Will sie gar nicht. Lieber lautmalert die Mainzerin ihre persönlichen Fixsterne in den Himmel, an denen wir unsere Kompasse abgleichen und zwischen menschlichen Kosmen korrigieren können.

Seit zwei Jahren reist Mine mit intimen Ich-Geschichten umher, die zum Über-sich Nachdenken anregen. Sie spielt von Hamburg über Berlin bis München Konzerte. Ist bei TV Noir zu sehen. Beglückt manche. Begeistert andere. „Die Kunst steht dabei immer an erster Stelle“, betont sie „Das Projekt soll gesund wachsen“. Das gelingt: Jenseits jeder Genreschubladen flirren über starke Klaviermelodien auch mal experimentelle Omnichordklänge durch ihre Songs. Dazu deuten treibende Drums, minimalistische Gitarrenriffs und Chorgesänge eine geisterhafte Epik an.

Diesem unaufdringlichen Songwriting, den feinmaschigen Klangteppichen und Mines starker Stimme merkt man die Erfahrung an. Nicht nur mit Band, auch mit Orchester hat sich die Mitzwanzigerin bereits auf der Bühne erprobt. Durch Crowdfunding finanziert, widmete sich Mine ein Jahr lang dem erneuten Arrangement ihrer Songs. Schließlich inszenierte sie mit 45 Musikern Mine-Musik im opulenten Gewand. Inzwischen flicht sie Anleihen zum Jazz und Folk ebenso gekonnt in ihre elektronischen Songs ein wie Elemente des HipHop. Die behutsame Art, mit der Mine Musik macht, folgt nicht dem Ziel, Großes zu bewegen. Ihr gelingt Wichtigeres: Rückbesinnung auf unsere intimen Gedankenwelten. Auf uns.


FJØRT

„Am Ende des Tages wollen wir uns auskotzen‘‘, sagt Sänger Chris über FJØRT. Dazu hatte das Trio in den letzten Jahren reichlich Gelegenheit. Wurden für das erste Album „D’accord‘‘ noch jede Menge bemühte Vergleiche herangezogen, um die kolossale Soundwelt des Aachener Trios zu erfassen, heißt es kaum zwei Jahre später schlicht und ergreifend: FJØRT klingen nach FJØRT. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, hat in den letzten Jahren einen der erstaunlichsten und wichtigsten Werdegänge der deutschen Post-Hardcore-Welt ignoriert. Und bekommt vom zweiten Album „Kontakt‘‘ eine denkwürdige Lektion in klanggewaltigem Exorzismus auf dem Kosmonaut 2017 erteilt.


BLOK PARTY

B L O K ! B L O K ! B L O K !

Wir mussten es einfach wieder tun: 3 Stunden, keine Pause, B2B, einfach nur R-A-P.  Für unsere BLOK Party haben wir einmal Rap-Doitschland durchkämmt und konnten unsere Lieblings-Krew 2017 zusammenstellen mit Fatoni, Crack Ignaz, Mädness & Döll, Pöbel MC, Chima Ede & DiscoCtrl 

B O C K ! B O C K ! B O C K !


VOODOO JÜRGENS

Per Mund-(und bald auch Medien-)Propaganda als „Next Best Thing“-Hype von und in Wien vor etwas mehr als einem Jahr gestartet hat sich Voodoo Jürgens gleich mit seinem Debüt-Album von der einengenden, wenn nicht gar tödlichen Umarmung der „Checker“ emanzipiert und ein substanzielles, ein wahrhaftiges und vor allen Dingen ein berührendes Erstlingswerk abgeliefert. Eines das auch in zehn Jahren noch großartig klingen wird, genauso wie es auch vor zehn, zwanzig, dreißig Jahren schon großartig geklungen hätte. Zeitlos nennt man das dann. Die supercatchy Vorab-Single „Heite grob ma Tote aus“ war gewiss ein verdienter Indie-Hit (sowohl Nummer Eins der fm4-als auch der Austrian Indie Charts), das Album hat aber mehr; mehr Anderes, mehr „sein“ als „schein“, mehr poetischen Tiefgang.

Gewiss: Respekt für Ambroß, Danzer, Hirsch ist vorhanden, genauso wie Freundschaften zu einigen Protagonisten des heutigen Wiener Pop-Wunders (Wanda, Der Nino aus Wien; auch Ja, Panik, die quasi als seine Backingband bei „Heite grob ma Tote aus“ fungieren), und auch ein HC Artmann, ein Qualtinger, ein Kottan werden Spuren in Voodoo hinterlassen haben; aber genauso waren/sind die eben Genannten im Geiste Verbündete der Ur-Beatniks und der genannten internationalen Referenzen und keine Vertreter eines simpel gestrickten Austro-Provinzialismus, der seit je her den Epigonen vorbehalten ist.


MAX RICHARD LEßMANN

Max Richard Leßmann (*1991), wurde als Sänger der Husumer Rockband „Vierkanttretlager“ bekannt. Mit seiner Band veröffentlichte er bis heute zwei Alben („Die Natur greift an“ 2012 und „Krieg und Krieg“ 2015) und trat unter anderem im Vorprogramm von Casper und Kraftklub auf. Zudem tat sich Leßmann als Texter hervor, woraufhin er neben vielen anderen auch an Veröffentlichungen von Casper, Prinz Pi und Madsen mitarbeitete.

Zur Zeit schreibt Max Richard Leßmann gemeinsam mit Sebastian und Johannes Madsen an seinem Solodebüt, welches bei Virgin Records erscheinen wird.


REICH FÜR IMMER

Verehrte Aktionäre, Vorstandsvorsitzende und Investoren,

hiermit sind Sie herzlich zur »RFI – Entertainment-Worldwide-AG Sommerveranstaltung« am Stausee Oberrabenstein eingeladen. Eingebettet in das wunderschöne Kosmonaut Festival haben wir weder Kosten noch Mühen gescheut um gemeinsam mit Ihnen, dem Rückgrat von »RFIEWAG«, die Schönheit des Vorerzgebirges zu genießen.

Voller Stolz präsentieren wir Ihnen das an Spannung kaum zu überbietende Rahmenprogramm der jährlichen Betriebsfeier. Sprechgesangskünstler Trettmann ist Pionier der ersten Stunde und kann getrost als der Erfinder der Region Chemnitz bezeichnet werden. Anfang der 90er Jahre benannte er die Stadt erfolgreich in Chemnitz um bevor er Rapmusik in Ostdeutschland erfunden hat. Ihm zur Seite steht der junge Produzent DJ Heroin, der mit jugendlichem Schaffensdrang und Wahnsinn zur Stelle ist um das Publikum zu verzaubern. Er besitzt ein Soundcloud-Profil und auch sonst ist er sehr zeitgemäß. Ein guter Freund der Firma hat es sich ebenfalls nicht nehmen lassen der Einladung zu folgen. Bitte applaudieren Sie vor Ihrem Computer für den jungen Asadjohn. Produzent und DJ von vielen und bewundert von allen, ist der junge Berliner ein Vorzeigeunternehmer und weist ein hervorragendes Portfolio auf. Und wohin ziehen sich die Gäste nach einem kräftezehrenden Tag zurück um neue Energie zu sammeln? Richtig: in das ausufernde Grundstück unseres lokalen Helden Zorro, der alljährlich die Herde im Zaum hält.

Tun Sie sich und Ihrem gesellschaftlichen Ansehen einen Gefallen und besuchen Sie diese Veranstaltungen auf jeden Fall. Sie werden es nicht bereuen!


NEUFUNDLAND

Frisch, kantig, eingängig – NEUFUNDLAND zeigen, was deutschsprachige Musik zwischen Pop und den Weiten des elektronischen Kosmos in Zwanzigfünfzehn bedeuten sollte. Zwei Sänger, beide heißen Fabian, beide Mitte zwanzig, beide schreiben gemeinsam Texte, beide haben Stimmen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die eine melancholisch-düster, die andere voll Sturm und Drang. So verschieden sie sind, so sehr greifen sie doch ineinander: Nachdenklichkeit, getragen von der Wut und der Haltung, die ihre Punkrockwurzeln durchscheinen lassen.

Deutscher Pop muss sich nicht anbiedern. Er darf sogar grotesk sein. Musikalisch konkurrieren orchestrale Finessen mit ekstatischen Elektronika. Große Melodien und schillernde Popaffinität unterstreichen den hybriden Charakter ihrer selbstbetitelten Debüt-EP. Der Sound, den sich NEUFUNDLAND erarbeitet haben, changiert zwischen der Postpunk-Düsternis von Interpol, der zarten Wucht und würdevollen Eleganz von Sigur Rós und der Detailverliebtheit elektronischer Tanzmusik wie sie etwa Moderat schaffen.


POMRAD

Hui, das geht ganz gut ab. „Knights“ haut dem Hörer schwere Bässe um die Ohren, dazu experimentelle Melodien, als wollte ihr Macher, der sich Pomrad nennt, alle Knöpfe eines Gerätes einmal ausprobieren. Das gleichnamige Album des belgischen Produzenten Adriaan Van de Velde (erschienen bei Jakarta Records) ist eine wirklich feine Mischung aus Retro-Synthesizern der 80 Jahre geworden, gespickt mit modernen, urbanen Melodien. Tanzbar und doch auf erfrischende Weise jede allzu offensichtliche Eingängigkeit vermeidend. Da findet sich Hip-Hop, genauso wie kosmischer Funk, Dub oder Trap. Unterscheidbar fast nur für Kenner.

Eine aufregende Reise in unbekanntes Terrain, die der Belgier in seinem Studio in Boiler Room Set zusammendrechselt. Auch Sängerinnen wie Selah Sue und Sylvie Kreusch konnte er zu einem vokalen Gastbeitrag überreden. Live lässt Van de Velde sein Projekt zum Trio anwachsen, was dem Sound sicherlich noch einige Umdrehungen mehr geben dürfte. Wir freuen uns auf Pomrad auf dem Kosmonaut 2017!


BLUME OPEN AIR

Seit unserem Kosmonaut Festival Nummer 1 entfaltet sich jedes Jahr auf’s Neue eine künstliche Blume mit ihren elektronischen Blütenblättern zwischen Stausee, Livebands, Handbrot & Flunkyball. Gepflanzt von einem Cyborg aus der Zukunft, der halb Mensch, halb Synthesizer, halb Drumcomputer ist, erfüllt sie die ihr einprogrammierte Aufgabe uns Menschen die Musik der Maschinen näher zu bringen.

Zum 5 jährigen Jubiläum gibt es daher mehr elektronische Tanzmusik denn je und wir finden, es wird eines der blühendsten Blumenbeete aller Festivalvorgärten mit Vivian Koch & Jennifer Touch (live) / Riotvan, Peter Invasion, Jan Schulte und Young Marco am Freitag, sowie Pandaro, Christian Lindemann, dem Uncanny Valley Soundsystem, Jacob Korn (live) und Cuthead (DJ/live) am Samstag. 


Twitter
Facebook
Instagram
Newsletter


Präsentatoren