Kosmonaut Festival

16. & 17.06.2017 Stausee Rabenstein, Chemnitz

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Line-Up

 

 

Freitag / 16.06.

DEICHKIND

Suchten bislang Deichkinds selbstgebastelte Shows verzweifelt ihresgleichen, und war die Musik vollkommen unabhängig von Trends, Mode und Zeitgeist, so in etwa wie Butterbrot mit Salz, und daher schon Jahre vor ihrer Zeit Avantgarde, kann der kulturelle Abstand zum Mainstream nunmehr nur noch in Lichtjahren gemessen werden. BÄM!!!

Mit einer fließenden, leuchtenden Bilderwelt auf dem Anzug rappen sich Porky, Kryptik Joe und Ferris Hilton einmal durch die Welt der asozialen Medien und zurück!  Sie verwursten die perfidesten Werbe-­Claims der letzen Jahre („Powered by Emotion“), verkaufen uns selbst die dumm-­dreistesten Demagogen-­ Weisheiten („Denken Sie groß“) und kennen den Unterschied zwischen einem 200 und 100.000-­Likes-­Posts von der eigenen Facebook-­Seite und dem Firmenkonto: Ja, like mich am Arsch!

Mittlerweile sind die im kollektiven Gedächtnis fest verankerten Deichkind-Symbole „Pyramide“, „Müllsack“, „LED“, „Zitze“ und „Fass“ die semiotischen Eckpfeiler eines kulturellen Kosmos, welcher allen narzisstischen Individualisierungstendenzen aufs Angenehmste Einhalt gebietet. Zeitgleich spannt der Text einen intellektuellen Horizont auf, der der verängstigten Generation Y gütig übers Gemüt gelegt werden kann, wie eine herzenswarme Decke. Und damit sind sie nirgendwo besser aufgehoben als auf dem Kosmonaut 2017.


EDITORS

Die Editors sind zurück! Aufgenommen in Crear, in den schottischen Western Highlands, und abgemischt von Alan Moulder in London, ist „In Dream“ das zweite Album in der „neuen“ Besetzung, an dem neben den Gründungsmitgliedern Tom Smith, Russell Leetch und Ed Lay auch wieder Justin Lockey und Elliott Williams mitwirkten. Nach 2 Jahren intensivstem Touren haben die Fünf auf ihrem aktuellen Album den Editors Sound abermals erweitert, indem sie sich vom dynamischen Rock von „The Weight Of Your Love“ (Platz 4 der Media Control Albumcharts) entfernen und gewissermaßen eine Rückkehr zu einem von elektronischer Musik beeinflussten Schaffensprozess vollziehen. Damit spannen sie einen Bogen von ihrem Debütalbum hin zu ihrem dritten Album „In This Light And On This Evening“, mit dem sie in Großbritannien auf Platz 1 landeten.

„In Dream“ ist ein Album geworden, das künstlerische Interpretationen auch außerhalb des Bandgefüges erlaubt. So ist es das erste Editors Album, auf dem es Duette zu hören gibt. Laut Tom Smith ein klares und deutliches Statement, getragen von dem Glauben, dass Musik beides sein kann, nämlich poppig und experimentell – genauso wie das Kosmonaut Festival!


OK KID

Der Genre-Grenzgang von OK KID, seit jeher Stilmittel und Zankapfel zugleich, wird auf dem neuen Album „Zwei“ konsequenter denn je vollzogen. Mehr noch: Er strotzt vor Selbstvertrauen, Zeitlosigkeit, Wagemut, Detailverliebtheit, Pop, Zukunftsmusik und Wucht. Die Frage nach dem Genre? Irrelevant. Widersprüche: abgelehnt.

Es ist schwer eine Meinung zu entwickeln, in verworrenen Zeiten wie diesen. Und wenn man Sie mal hat, will sie gepflegt und verteidigt werden. „Zwei“ ist keine Großstadtplatte mehr. Kein Beklagen der Vielfalt mehr. Kein Pathos. Kein Sich-Selbst-Verlieren. Die ehemaligen Klassensprecher der Generation Y haben auf „Zwei“ ihren Abschluss gemacht, augenzwinkernd die Ego-durch die Vogelperspektive eingetauscht, und den emotionalen Schleudergang des Erstlings durch Haltung und Meinung beendet.

„Zwei“ heißt Selbstbewusstsein zwischen den Stühlen suchen und finden. Ihre Referenz in Sound und Text: Sie selbst.„Wir können uns erst dann hinsetzen und neue Songs schreiben, wenn wir die neue Geschichte für ein Album selbst verkörpern und erzählen können. „Zwei“ ist somit ein Abschnitt, die den Hörer bei den alten Themen und Soundweltenan die Hand nimmt und hin zu unseren neuen Sound -und Gedankenwelt enführt“, sagt die Band selbst über die Entstehung der Platte, die erneut in Zusammenarbeit mit Sven Ludwig in Köln entstanden ist.

Wir begrüßen Ok Kid auf dem Kosmonaut 2017!


VON WEGEN LISBETH

Von Wegen Lisbeth selbst bezeichnen ihre Musik als Indie-Pop. Größtenteils wohl, weil sich dahinter alles verbergen kann. Wie soll man deutschsprachige Musik denn auch nennen, zu der neben der klassischen Gitarre-Schlagzeug-Bass-Instrumentierung auch ein Regenbogenachttästler (buntes Metallophon, empfohlen ab drei Jahren), ein japanisches Omnichord (elektrische Harfe, Wert 2,50€) oder eine Steeldrum (vergleiche: chinesische Wokpfanne) gehört? Dazu die feinsinnigen Texte von Sänger Matze, stets irgendwas zwischen bitterer Ironie, Großstadtmelancholie und brutaler Punchline. Außerdem immer entlarvend pointiert – und natürlich immer über Mädchen.

Nachdem Von Wegen Lisbeth in ihrer Heimatstadt jeden noch so dreckigen Club bespielt hatten, wollten sie raus in die große, weite Welt. Ähnlich wie Frodo Beutlin, der plötzlich Besuch von Gandalf bekommt, fanden die Jungs es zwar im heimischen Berlin ganz gemütlich, ließen sich aber schließlich von AnnenMayKantereit dazu überreden, als Support mit den Kölnern quer durch die Republik, Österreich und die Schweiz zu touren. Neben einigen unvergesslichen Konzerten, von denen die meisten jedoch dank Freigetränken letztendlich doch vergessen wurden, erspielte sich die Band eine beträchtliche Fangemeinde.

Man könnte fast meinen: Schade, dass mein einstiger Geheimtipp jetzt angeblich die nächste große Indie-Hoffnung ist. Alles größer. Alles professioneller. Alles fremdbestimmt. Von Wegen Lisbeth wollten sich aber noch nie sagen lassen, was sie zu tun oder zu lassen haben. So produzieren die fünf ihre Videos am liebsten immer noch selbst und schaffen dabei ganz ohne Retro-Filter und Street-Art-Ruinen-Hintergrund kleine Kunstwerke. Das Bühnenbild wird trotz eines Major-Label-Vertrags selbst zusammen gezimmert, die T-Shirts selbst designed und gesiebdruckt. Alles beim Alten also. Immer noch handgemachte Musik. Und definitiv immer tanzbar. Also perfekt fürs Kosmonaut.


MAECKES

Maeckes existiert nicht. Er ist keiner und doch viele. Anfangs zu zweit als Maeckes und Plan B, später allein an der Gitarre und dann natürlich noch als Teil der ersten, realen Boyband – Die Orsons.

Der Kosmos um Maeckes war schon immer sehr verschleiert. Oftmals von Umwegen und Irrwegen geprägt, Graustufenregenbögen, einer Traurigkeit und der bewusst komplizierteren Lösung. Maeckes hat bei all seinen bisherigen Releases ein sprachliches Labyrinth um sich herum gebaut. Er hatte in dieser Labyrinth-Welt immer schon seine Hörer, trotzdem hat er sie selten an sich herangelassen. Sein aktuelles Album †il† beinhaltet den Schlüssel zu seiner Welt. Es ist der Zugangscode zu Maeckes und außerdem das erste Maeckes-Band-Album. Kompliziert, verschroben, ironisch, zynisch und herzergreifend als Faust geballt und mitten ins Gesicht. Maeckes Live ist ein Nasenbruch, den man nicht so schnell vergisst. Bald zu kassieren auf dem Kosmonaut Festival 2017.


RIN

An Rin gibt es derzeit kein Vorbeikommen. Mit Yung Hurn lieferte er mit »Bianco« den Rap-Sommerhit des Jahres und spielte auf der Fashion Week, dem splash!-Festival oder bei Szene-Events wie der Eröffnung des Dandy Dinner. Außerdem sackte er Vorschusslorbeeren von Haftbefehl & Xatar oder Shindy und Dexter ein und sorgte so für ein über die HipHop-Szene hinausreichendes Grundrauschen, das unmissverständlich verlauten lässt: Rin ist das nächste große Ding – und das ist ausnahmsweise mal keine Floskel.

»Wir sind das Fresheste, das es im deutschsprachigen Rap-Kosmos gerade gibt!«, lässt er die Vice im Interview selbstbewusst wissen, um sich zwei Sätze später über die sich ständig wiederholende Deutschrap-Szene aufzuregen. Während Journalisten querverweise zum Dadaismus ziehen, würde Rin geradlinig antworten, dass er einfach nur spontan macht, worauf er gerade Lust hat.

Dabei lässt sich Rins Stil nicht in eine Schublade stecken: Er liefert modernen HipHop mit genialen Melodien, technisch ausgefeilten Produktionen und einem Hauch von Autotune. Dabei ist seine Musik der absolute Gegenentwurf zu künstlich aufgeblasenem Deutschrap-Hypes und kontert diese mit intuitiven Lines und einer Leichtigkeit, welche die Szene in den letzten Jahren schmerzhaft vermissen ließ. Nur einer der Gründe wegen denen man noch viel von dem Ausnahmetalent hören wird.


FIL BO RIVA

FIL BO RIVA. Drei Worte, drei Städte. Rom, Dublin und Berlin. Der 23-jährige Italiener wuchs in Rom auf und verbrachte seine Jugend in Irland. Fil Bo Rivas Stimme verfolgt jeden, der diesen wie vom Röhrenverstärker bearbeiteten Sound des jungen Songwriters hört – er verbindet melancholische Songs mit extremer Dynamik. Seine Musik schwebt zwischen Folk und Soul; das Ergebnis einer genial-­verdrehten Seele und eines im Takt pochenden, liebenden Herzens.

Fil Bo Riva ist nicht nur ein Typ mit einer Gitarre. Fil Bo Riva fühlt sich an wie eine Flucht aus der rationalen Realität in die Welt der Sinne. Schwarz und Weiß verwandelt sich in Farben, Farben vermischen sich zu Gefühlen, Gefühle transponieren zu Musik – eine perfekte Mischung für das Kosmonaut Festival.


GURR

„First Wave Gurrlcore“ nennen sie ihr eigenes Genre. GURR sind Andreya Casablanca und Laura Lee. Die beiden Wahl-Berlinerinnen machen Garage-Rock auf Pop Melodien mit Psychedelic- und Wave-Elementen und erinnern stark an britischen Post-Punk der 70er und 80er Jahre. „Selten klang das Genre aufregender.“ (Musikexpress).

Ihr Debütalbum „In My Head“ erschien im Oktober 2016 und sorgte bereits kurz nach Veröffentlichung für Wirbel in US-Musikmedien wie Stereogum. Für „Walnuss“, die zweite Single von „In My Head“ hat sich das Berliner Duo für ein Doppelrelease auf Deutsch und Englisch entschieden. Sperrige deutsche Texte treffen auf kalifornische Leichtigkeit. Live darf man sich auf einiges gefasst machen: „Wir sind ein bisschen wie Furien auf der Bühne”, sagt Laura. Wir sind gespannt!


GIANT ROOKS

Junger Künstler, große Stimme und für erfahrene Kosmonaut Besucher längst keine Unbekannten mehr: Frederik Rabe, Sänger der Giant Rooks aus Hamm, kann sich mittlerweile problemlos neben Nachwuchstalenten wie Henning May von AnnenMayKantereit und Niklas Kaiser von RAZZ in die Riege der stimmlichen Aha-Erlebnisse einreihen. Gleich mit ihrer ersten Single „Småland“ sorgten Giant Rooks für Aufregung. Live beeindrucken Frederik, Finn, Luca, John und Finnbo mit musikalischer Souveränität und überzeugender Energie.

Die Band, deren Durchschnittsalter bei gerade mal 17,5 Jahren liegt, findet ihre Inspiration in musikalischen Vorbildern wie Alt-J, Arcade Fire oder James Blake. Doch ihr Sound ist bereits ihr eigener: Als ,Art Pop’ bezeichnen Giant Rooks ihre Musik und meinen damit künstlerisches Experimentieren, verknüpft mit Pop-Elementen. Das macht ihre Songs zu einer packenden Mischung aus Indierock, Folk und Elektro, schwermütig und tanzbar zugleich. 1Live Moderator Klaus Fiehe urteilte: „Eine großartige Band“.


COMA

COMA stürzen sich kopfüber in das Abenteuer des zweiten Albums und erobern mit THIS SIDE OF PARADISE das Rampenlicht zurück – eine umfassende und sorgfältig arrangierte Auswahl an Tracks, wie man sie sich genau so von dem Kölner Duo gewünscht hat. Reich an melodischen und rhythmischen Ausrufezeichen, werden diese Klänge Fans im Club und im heimischen Wohnzimmer überzeugen: mit Künstlerbeiträgen von DILLON (Vocals auf THE WIND) und MITs EDI WINARNI (Cover Artwork) stellt sich THIS SIDE OF PARADISE als wahrhaft raffinierte Pop-Musik dar, die ihre Inspiration auf beiden Seiten der Kunst/Tanz-Schranke sammelt. Als tiefere Erkundung und Erweiterung des auf dem ersten Longplayer „In Technicolor“ (KOMPAKT 279 CD 106) markierten Terrains präsentiert das neue Werk die Künstler auf der Höhe ihres Könnens – ein musikalisches Geschenk sowohl an erfahrene Kenner wie auch kürzlich Bekehrte.


PARCELS

Byron Bay – Berlin – Paris. Die Story geht so: Fünf Teenager aus Byron Bay, New South Wales, Australien, versuchten sich in verschiedenen Bands unterschiedlichster Couleur, bevor sie in ihrem letzten Highschool-Jahr als Parcels zusammenfanden. Das beschauliche Byron Bay schien allerdings nicht die richtige Umgebung zu sein. Während hippe europäische Drop-Outs samt Surfer-Beach-Boy-Kiffer-Ambitionen gerne Australien als Reiseziel auswählen, verlief die Reise von Parcels in die entgegengesetzte Richtung. 2015 erreichten die mittlerweile 18jährigen Berlin. Warum Berlin? Niedrige Lebenshaltungskosten, eine mittlerweile prächtig gedeihende Musikszene samt Infrastruktur und ein offenes Publikum mögen eine Rolle gespielt haben. Strategisch gut mitten im Herzen Europas gelegen, bescherte es der Band deutlich kürzere Wege zu ihren Gigs als in ihrer Heimat. Das Leben zwischen den Konzerten war dagegen weniger rosig: ein Ein-Zimmer- Apartment für die ganze Band, wenig ausgewogene Ernährung, per Anhalter zum nächsten Auftritt. Zunächst organisierten sich die Jungs selbst, spielten überall dort, wo man sie ließ und entwickelten innerhalb kürzester Zeit eine bemerkenswerte Live-Dynamik.

„Parcels – die musst Du live gesehen haben“ könnte der Slogan einer imaginären Werbekampagne für die Band sein. Tatsächlich sind die Unterschiede zwischen allem, was Parcels auf soundcloud veröffentlicht haben und dem, was live passiert, enorm. Ihr gepflegter Oldschool-Disko-Sound mit coolen Jazz-Ausflügen und einem Touch Slow-Funk mutiert live zum schweißtreibenden Disko-Inferno mit elektrischer Mothership-Connection und dem unbedingten Willen, das Publikum ausrasten zu sehen. Will man tatsächlich Vergleiche heranziehen, dann am ehesten wohl diese: funky wie Chic, musikalisch versiert und groovy wie die Bee Gees, mit einer elektronischen Kante von Daft Punk und Bühnenoutfits aus dem Schrank von Thomas Magnum, nur cooler. Disko Dance Party auf Acid. Es dauerte nicht lange, bis sich Booking-Agenturen für die Band interessierten und sich zumindest dieser Teil des Parcels-Daseins etwas geordneter gestaltete. Auftritte bei der Fusion und MS Dockville folgten und mit dem geschmackssicheren Pariser Label Kitsuné wurde verblüffend schnell eine Label-Heimat gefunden, die sich entschlossen für Parcels Vorankommen einsetzt. Showcases in London und Paris, die erste große Festival-Runde mit den Stationen Kosmonaut, Juicy Beats, Appletree Garden und Reeperbahn Festival, parallel dazu stetige Arbeit im Proberaum in Friedrichshain und Songwriting für das Debütalbum 2017. Und das ist erst der Anfang.


DRUNKEN MASTERS

Die Drunken Masters haben schon Clubs, Konzerthallen und Festivals auf der ganzen Welt abgerissen. Von Deutschland über UK, Frankreich, Russland, Spanien bis nach Singapur. Erst kürzlich haben sie ihre softe und melodische Seite mit ihrer neuen Single „Louder“ (feat. Portugal. The Man) gezeigt. Die Single wurde bei Fools Gold Records veröffentlicht, positionierte sich direkt auf Platz 1 der Hypemachine Charts und wurde bereits nach vier Wochen schon 1,5 Millionen mal gestreamed.

Ende 2014 gründeten die Drunken Masters mit ESKEI83 das Label Crispy Crust Records, um nicht nur eine Plattform für ihre eigene Musik zu schaffen, sondern auch für die Musik der Künstler, die sie selbst lieben. Und wir sind uns sicher, dass ihr die Drunken Masters auf dem Kosmonaut lieben werdet.


HAIYTI

Haiyti ist die wichtigste neue Stimme im deutschen Hip-Hop. Keiner klingt so dringlich, keiner hat mehr Underground-Hymnen, keiner eine so distinkte Ästhetik wie die Trap-Queen aus Hamburg. Spätestens seit ihrem unverschämt hittigen 2016er-Mixtape “City Tarif” und der schmerzhaft düsteren “Toxic”-EP hat die gesamte Szene Schnappatmung. Das #1-Branchenblatt JUICE packte sie aufs Cover. Kollegen wie Haftbefehl, LGoony und Trettmann fragten nach Features. Die ZEIT erkannte in ihr “Falco, der klingt wie Nina Hagen” und befand knapp: “Eine Pop-Revolution bahnt sich an.”

Für die kommenden Monate hat sie bereits die nächsten Releases in der Pipeline. G-Punk und Emo-Trap, knallharte Balladen und butterweiche Banger direkt aus Hamburg-Atlanta. Yeah. Haiyti is crazy but she’s loco. Und 2017 wird ihr Jahr.


BLOND

BLOND sind eine Chemnitzer Band und feiern damit ein Heimspiel auf dem Kosmonaut!

Auf ihrem Debüt – Tonträger zeigen fünf Pop-Songs das Potenzial feierwütiger Teens. BLOND sind drei Geschwister, die voller Hingabe Gitarre, Schlagzeug, Sythesizer und Bass spielen. Das junge Trio präsentiert eine variationsreiche Mischung aus Indie, Pop und Las Vegas Glamour. BLOND, das ist der verbeulte Kaugummi-Automat, die misshandelte Barbie Puppe. BLOND ist das Aufstossen nach dem Genuss eines grellfarbenen Energydrinks. Mütter, sperrt eure Hunde, Handtaschen, Söhne und Autos weg, BLOND sind auf dem Kosmonaut!


LEONIDEN

Leoniden, namentlich die Brüder Lennart und Felix Eicke, Jakob Amre, Djamin Izadi und JP Neuman, spielen gekonnt filigranes Indierock-Getänzel, schaffen einen sehnsüchtigen Hybriden aus Ausbruch und schwelgerischen Umdrehungen. Ihre Songs sind Blockbuster, eignen sich perfekt für den Soundtrack eines Godzilla-Films Ende der 90er. Nur dass ihr Monster mehr durch die urbanen Clubs wütet als sich durch Häuserschluchten zu fressen.

Leoniden, das ist vor allem Musik, die Spaß macht, unbeschwert ist, kein Morgen kennt, sich in der Nacht genügt. Oder sagen wir: eine Einladung, für ein paar Songs alles andere zu vergessen und sich in diesem kollektiven Dancefloor-Wir zu verlieren? Das selbstbetitelte Debütalbum der Band erschien am 24. Februar über das bandeigene Plattenlabel „Two Peace Signs“.


BEN ESSER

Manche haben das Crispy Crust Records Signing mit Cashmere Cat, Flume oder Lido verglichen – also im Prinzip mit jedem, der einen Sinn für epische Melodien hat die einem das Herz wie bei einer Predigt emporsteigen lassen.

Esser ist in diesem Fall der Prediger und der Club ist sein Tempel. Und ihr werdet auf dem Kosmonaut tanzen wie Götter.

 


PABST

Diese drei gebürtigen Berliner Typen rütteln sich auf ihrer Debüt-EP ein schillerndes Kaleidoskop maßgeblicher, „test-of- time“ bestehender, Saiten gepeitschter Musik zusammen, das einen atemloser zurücklässt als der letzte „Mad Max“ in 3D. Als hätten sie Death From Above 1979, Dinosaur Jr., Kyuss, Black Angels, Tweak Bird und Ty Segall in einen Mixer geworfen, das hochtourige Motorengeheul noch Amp-verstärkt ins Püree gemischt und mit dem Soundsmoothie wundervolle coming-of-age Hits auf die weitgehend unbefleckte Landkarte hiesiger nennenswerter Rockmusik gekleckert.


BLUME OPEN AIR

Seit unserem Kosmonaut Festival Nummer 1 entfaltet sich jedes Jahr auf’s Neue eine künstliche Blume mit ihren elektronischen Blütenblättern zwischen Stausee, Livebands, Handbrot & Flunkyball. Gepflanzt von einem Cyborg aus der Zukunft, der halb Mensch, halb Synthesizer, halb Drumcomputer ist, erfüllt sie die ihr einprogrammierte Aufgabe uns Menschen die Musik der Maschinen näher zu bringen.

Zum 5 jährigen Jubiläum gibt es daher mehr elektronische Tanzmusik denn je und wir finden, es wird eines der blühendsten Blumenbeete aller Festivalvorgärten mit Vivian Koch & Jennifer Touch (live) / Riotvan, Peter Invasion, Jan Schulte und Young Marco am Freitag, sowie Pandaro, Christian Lindemann, dem Uncanny Valley Soundsystem, Jacob Korn (live) und Cuthead (DJ/live) am Samstag. 


Samstag / 17.06.

GEHEIMER HEADLINER


ANNENMAYKANTEREIT

Drei Kölner. Alle Anfang 20. Alle mit einem Namen. Christopher Annen, Henning May und Severin Kantereit. Seit 2014 ist auch Malte Huck dabei. Zusammen sind sie AnnenMayKantereit. Sie machen Musik so wie sie ihnen gefällt. Gesungen wird hauptsächlich auf Deutsch. Ohne Pathos, stattdessen mit Fingerspitzengefühl und dem eigenen Erfahrungsschatz geht es in ihren Liedern um Liebe, Freundschaft, Verlust – das Leben.

Wütende Jugend trifft dabei auf einfühlsame Balladen, beschwingter Blues auf temperamentvollen Pop und auch die Bewegungshungrigen kommen damit auf ihre Kosten.


BILDERBUCH

Fanpost Zitat (Auszug) 2014-2016

Unglaublich, was Bilderbuch alles auslöst! Ihr glaubt nicht, wie schön es ist, euch dabei zuzuschauen. Die reine SPIELFREUDE und das ZUSAMMENSPIEL, da fliessen sämtliche Kelche der Glückseligkeit über, audiovisuelles LSD!!! Das ist für mich so ein Fall, bei dem es zutrifft, dass das Ganze grösser ist als die Summe seiner Teile. Die Qualität der Musik, der Wille und der Mut zur Innovation, die für eine Wortfetischistin feuchte Träume evozierenden Texte, die Ästhetik des gesamten Artworks, das Gefühl eines eigenen «Universums», das ihr vermittelt, die greifbare Spielfreude die sich überträgt, der Glam, der Schalk, euer persönlicher Style (wär der Name noch nicht besetzt, ihr wärt «The Style Council»), die Leidenschaft, die Wärme (Peter, San Pietro, du hältst den Schlüssel zu meinem Tränenkanal, an den Tasten beim Outro von OM), der Soul, eure Ansichten ganz allgemein. «Austropop»?? FUCK THAT!! Was ihr da betreibt ist Austroporn!!

Dem können wir uns nur anschließen und freuen uns auf Bilderbuch auf dem Kosmonaut 2017!


187 STRASSENBANDE

Schnörkellos, roh und immer auf den Punkt kommen die Großstadtkrokodile der 187 Strassenbande schon lange. Die rebellische Crew mauserte sich über die letzten Jahre sukzessive zu einer echten Szenegröße im HipHop-Zirkel und ließ immer wieder aufhorchen! Dass sie ihr hauseigener Stilmix eines Tages auf Platz 1 der Media Control Charts befördern und in direkter Folge mehrere Wochen in den Top 10 halten würde, darauf haben vermutlich selbst erfahrenste Hustler keine allzu hohen Summen gewettet.

Als eine der wenigen „echten“ Crews für ihr absolut nahbares Image bekannt, gehören die Hamburger nicht erst seit der jüngsten Erfolgsgeschichte rund um den Chartbreaker „High & Hungrig 2“ von GZUZ & Bonez MC oder der in aller Ohren befindlichen Lines von GZUZ auf „Ahnma“, dem (ebenfalls äußerst erfolgreichen) ersten akustischen Lebenszeichen der Beginner seit Ewigkeiten, zu den heißesten HipHop-Combos der Gegenwart: GZUZ, Bonez MC, Maxwell, LX, Sa4 & Co. blicken zum einen bereits auf mehrere ausverkaufte Deutschland-Touren zurück. Die 187 Strassenbande ist mehr als bereit, neue Live-Bestmarken zu setzen. Und eine solche Marke werden sie mit Sicherheit auch auf dem Kosmonaut hinterlassen!


MOTRIP

Wenn Rap-Fans hierzulande in den letzten Jahren eine Platte herbeigesehnt haben, dann ist es mit ziemlicher Sicherheit das aktuelle Album von MoTrip. Drei Jahre nach seinem Debüt »Embryo«, das den 27-jährigen Aachener binnen kürzester Zeit von der nächsten großen HipHop-Hoffnung zu einem der wichtigsten und meistgeachteten Rapper der Szene machte, erschien endlich der Nachfolger »Mama«.

Drei Jahre – insbesondere heute, wo Rapper am laufenden Band mit Schnellschüssen in Albumform abkassieren und durch ständige Selbstinszenierung von sich Reden machen wollen, ist das eine lange Zeit. Eine lange Zeit, in der im Leben von MoTrip viel passiert ist.

»Auch wenn das auf die Fans vielleicht nicht so gewirkt hat, war ich sehr produktiv. Ich habe Touren gespielt und mit anderen Rappern Songs gemacht«, blickt MoTrip auf diese drei, durchaus turbulenten, Jahre zurück. In der Tat riss sich nach dem Release von »Embryo« jeder um den selbsternannten »Kanacken mit Grips«. Denn Mohamed El Moussaoui war das, worauf die Szene so lange vergeblich gewartet hat: Ein Rapper, der das Beste seiner Vorgänger in sich vereint – und dadurch etwas Ureigenes und auf überwältigende Weise Neues schafft. Damit erntete der im Libanon geborene MC Respektsbekundungen vom Who-is-Who der deutschen HipHop-Szene. Von Kool Savas, über Sido bis Samy Deluxe oder Marteria. Plötzlich war MoTrip einer von ihnen und darüberhinaus auch noch ein Garant für gelungene Live-Shows und Deutschraps beliebtestes Feature. Und 2017 ist er endlich auf dem Kosmonaut zu sehen!

 


DIE HÖCHSTE EISENBAHN

Irgendwann 2015: Die Höchste Eisenbahn macht wieder Musik. Im eigenen Studio, ohne Produzenten, ohne Zeitplan, ohne Rücksicht auf Jahreszeit und Biorhythmus. Trommeln werden bespannt, Saiten aufgezogen, Drum Machines entstaubt und Hüpfburgen aufgeblasen. La Boum, die Fete geht weiter! Erst wird ins Blaue musiziert, Felix Weigt, Max Schröder, Moritz Krämer und Francesco Wilking denken an nichts, nur dass der eine Akkord eine Schaukel und der andere eine Gewitterwolke ist. Wie großen Spaß es macht, dabei zu sein, wenn der Beat reinkommt. Dass man diesen oder jenen Teil gar nicht lange genug spielen kann … Aber dann kommen die Fragen. „Wer legt die Leitungen durchs Meer?“ „Wer bringt mich jetzt zu den Anderen?“ „Wo endet das?“

Und die Fragen enden alle in den Liedern, zusammen mit den Menschen, die sie aussprechen. Da ist Louie, der nicht versteht, warum seine Freundin so rastlos ist. Kette, der alles gegen die Wand fahren will. Timmy, der sich grundlos wehtut und Lisbeth, die verbotenerweise rot wird, wenn sie „Ich liebe dich“ hört. Die Welt, in der diese Kurzgeschichten spielen, also die Musik, lässt sich mit Pistole auf der Brust durch drei Adjektive beschreiben: warm, leicht, weit. Natürlich fährt hier Popmusik-Geschichte mit. Die Zurückgelehntheit von Fleetwood Mac, die kindliche Crazyness der Talking Heads und der Schluffie- Folk-Funk der Allman Brothers zum Beispiel. Wir hören auf dem Album die langgeliebten Dx7-Brass-Synths und Juno- Pads, aber zum ersten Mal auch Bongos und Motown-Streicher, sogar eine chinesische Viola. Ist das Weltmusik? Und wenn ja – warum nicht? Die Höchste Eisenbahn erfindet durch Kombinieren, durch Schichten Calypso mit Nintendo, Yachtrock mit Dream Pop. Und die vier Musiker schauen dabei nicht auf ihre Schuhe, sondern in den Himmel, der immer noch jeden Tag blauer wird.


TERRORGRUPPE

Mindestens genauso wichtig wie Musik und Style der Terrorgruppe sind ihre Texte: Unbekümmert und bewußt naiv werden alle wichtigen Bereiche von Politik, Sex, Religion, Drogengebrauch, Beziehungsstress, Lohnarbeit und „Deutschland als Solchem“ einer fundierten Analyse unterzogen: Amüsiert legt Sänger MC Motherfucker die Finger in die Wunden eines kranken Landes – ironisch, sarkastisch, manchmal aber auch mit praktischen Anleitungen zur Rebellion: „Wir wollen alle Halbwüchsigen gegen Eltern, Staat, Kirche und Gesellschaft aufhetzen“ bekennen die Berliner Kinderverführer freimütig. Trotzdem ist die TERRORGRUPPE keine „Politpunk“- Band, sie bezeichnet sich als „10% politisch korrekt“ bei 90% Inkompetenz.  Gerne werden Stars aus Politik- und Showgeschäft „in menschenverachtender Weise“ in Spottversen diffamiert, Schadenfreude ist ein wichtiger Antrieb der Band.

Im Januar 2016 erscheint dann das erste Album nach 10 Jahren Pause – „Tiergarten“ – mal wütend, mal überdreht und leichtfüßig, oft eingängig und immer angriffslustig: 2-Akkorde Protopunk, Wave, Powerpop, eingängige Punkrock-Hooks, Unterhaltung mit Charme trifft auf Frontalangriff, Tiefgang und Tiefschlag. Motto: „Erst schießen, dann fragen!“.

Live bietet die Band einen bunten Mix aus alten Songs und der „Tiergarten„-LP, eine Setlist von 1993 – 2016 im Spannungsfeld zwischen Punk, Trash, Politik, Pop, Subversion und pietätlosem Entertainment. Wo würde die Terrorgruppe also besser hinpassen als aufs Kosmonaut?


MINE

Die Welt ist aus den Fugen geraten, und auch Mine wird sie nicht zurechtrücken können. Muss sie aber auch nicht.Will sie gar nicht. Lieber lautmalert die Mainzerin ihre persönlichen Fixsterne in den Himmel, an denen wir unsere Kompasse abgleichen und zwischen menschlichen Kosmen korrigieren können.

Seit zwei Jahren reist Mine mit intimen Ich-Geschichten umher, die zum Über-sich Nachdenken anregen. Sie spielt von Hamburg über Berlin bis München Konzerte. Ist bei TV Noir zu sehen. Beglückt manche. Begeistert andere. „Die Kunst steht dabei immer an erster Stelle“, betont sie „Das Projekt soll gesund wachsen“. Das gelingt: Jenseits jeder Genreschubladen flirren über starke Klaviermelodien auch mal experimentelle Omnichordklänge durch ihre Songs. Dazu deuten treibende Drums, minimalistische Gitarrenriffs und Chorgesänge eine geisterhafte Epik an.

Diesem unaufdringlichen Songwriting, den feinmaschigen Klangteppichen und Mines starker Stimme merkt man die Erfahrung an. Nicht nur mit Band, auch mit Orchester hat sich die Mitzwanzigerin bereits auf der Bühne erprobt. Durch Crowdfunding finanziert, widmete sich Mine ein Jahr lang dem erneuten Arrangement ihrer Songs. Schließlich inszenierte sie mit 45 Musikern Mine-Musik im opulenten Gewand. Inzwischen flicht sie Anleihen zum Jazz und Folk ebenso gekonnt in ihre elektronischen Songs ein wie Elemente des HipHop. Die behutsame Art, mit der Mine Musik macht, folgt nicht dem Ziel, Großes zu bewegen. Ihr gelingt Wichtigeres: Rückbesinnung auf unsere intimen Gedankenwelten. Auf uns.


SXTN

Was die Besucher eines SXTN Konzerts erwartet, dürfte mittlerweile klar sein: Harte Lyrics in Humor verpackt, grenzenloses Selbstbewusstsein, gute Laune und unglaublich gute Rap Skills der Berlinerinnen Juju und Nura.

Mit frischem Wind und ihrer unverblümten Art sind SXTN in die von Männern dominierte Rap-Welt eingeschlagen wie eine Bombe. SXTN lassen sich nicht reinreden und mischen die Szene mit ihrem provokanten, gesellschaftskritischen Battle-Rap gewaltig auf. Ihre Debüt EP „Asozialisierungsprogramm“ erschien im April 2016. 2017 geht der SXTN Partystreifzug auf dem Kosmonaut also weiter. „Entfesselt, laut und unverschämt“ (FAZ).


FJØRT

„Am Ende des Tages wollen wir uns auskotzen‘‘, sagt Sänger Chris über FJØRT. Dazu hatte das Trio in den letzten Jahren reichlich Gelegenheit. Wurden für das erste Album „D’accord‘‘ noch jede Menge bemühte Vergleiche herangezogen, um die kolossale Soundwelt des Aachener Trios zu erfassen, heißt es kaum zwei Jahre später schlicht und ergreifend: FJØRT klingen nach FJØRT. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, hat in den letzten Jahren einen der erstaunlichsten und wichtigsten Werdegänge der deutschen Post-Hardcore-Welt ignoriert. Und bekommt vom zweiten Album „Kontakt‘‘ eine denkwürdige Lektion in klanggewaltigem Exorzismus auf dem Kosmonaut 2017 erteilt.


BLOK PARTY

B L O K ! B L O K ! B L O K !

Wir mussten es einfach wieder tun: 3 Stunden, keine Pause, B2B, einfach nur R-A-P.  Für unsere BLOK Party haben wir einmal Rap-Doitschland durchkämmt und konnten unsere Lieblings-Krew 2017 zusammenstellen mit Fatoni, Crack Ignaz, Mädness & Döll, Pöbel MC, Chima Ede & DiscoCtrl 

B O C K ! B O C K ! B O C K !


VOODOO JÜRGENS

Per Mund-(und bald auch Medien-)Propaganda als „Next Best Thing“-Hype von und in Wien vor etwas mehr als einem Jahr gestartet hat sich Voodoo Jürgens gleich mit seinem Debüt-Album von der einengenden, wenn nicht gar tödlichen Umarmung der „Checker“ emanzipiert und ein substanzielles, ein wahrhaftiges und vor allen Dingen ein berührendes Erstlingswerk abgeliefert. Eines das auch in zehn Jahren noch großartig klingen wird, genauso wie es auch vor zehn, zwanzig, dreißig Jahren schon großartig geklungen hätte. Zeitlos nennt man das dann. Die supercatchy Vorab-Single „Heite grob ma Tote aus“ war gewiss ein verdienter Indie-Hit (sowohl Nummer Eins der fm4-als auch der Austrian Indie Charts), das Album hat aber mehr; mehr Anderes, mehr „sein“ als „schein“, mehr poetischen Tiefgang.

Gewiss: Respekt für Ambroß, Danzer, Hirsch ist vorhanden, genauso wie Freundschaften zu einigen Protagonisten des heutigen Wiener Pop-Wunders (Wanda, Der Nino aus Wien; auch Ja, Panik, die quasi als seine Backingband bei „Heite grob ma Tote aus“ fungieren), und auch ein HC Artmann, ein Qualtinger, ein Kottan werden Spuren in Voodoo hinterlassen haben; aber genauso waren/sind die eben Genannten im Geiste Verbündete der Ur-Beatniks und der genannten internationalen Referenzen und keine Vertreter eines simpel gestrickten Austro-Provinzialismus, der seit je her den Epigonen vorbehalten ist.


MAX RICHARD LEßMANN

Max Richard Leßmann (*1991), wurde als Sänger der Husumer Rockband „Vierkanttretlager“ bekannt. Mit seiner Band veröffentlichte er bis heute zwei Alben („Die Natur greift an“ 2012 und „Krieg und Krieg“ 2015) und trat unter anderem im Vorprogramm von Casper und Kraftklub auf. Zudem tat sich Leßmann als Texter hervor, woraufhin er neben vielen anderen auch an Veröffentlichungen von Casper, Prinz Pi und Madsen mitarbeitete.

Zur Zeit schreibt Max Richard Leßmann gemeinsam mit Sebastian und Johannes Madsen an seinem Solodebüt, welches bei Virgin Records erscheinen wird.


REICH FÜR IMMER

Verehrte Aktionäre, Vorstandsvorsitzende und Investoren,

hiermit sind Sie herzlich zur »RFI – Entertainment-Worldwide-AG Sommerveranstaltung« am Stausee Oberrabenstein eingeladen. Eingebettet in das wunderschöne Kosmonaut Festival haben wir weder Kosten noch Mühen gescheut um gemeinsam mit Ihnen, dem Rückgrat von »RFIEWAG«, die Schönheit des Vorerzgebirges zu genießen.

Voller Stolz präsentieren wir Ihnen das an Spannung kaum zu überbietende Rahmenprogramm der jährlichen Betriebsfeier. Sprechgesangskünstler Trettmann ist Pionier der ersten Stunde und kann getrost als der Erfinder der Region Chemnitz bezeichnet werden. Anfang der 90er Jahre benannte er die Stadt erfolgreich in Chemnitz um bevor er Rapmusik in Ostdeutschland erfunden hat. Ihm zur Seite steht der junge Produzent DJ Heroin, der mit jugendlichem Schaffensdrang und Wahnsinn zur Stelle ist um das Publikum zu verzaubern. Er besitzt ein Soundcloud-Profil und auch sonst ist er sehr zeitgemäß. Ein guter Freund der Firma hat es sich ebenfalls nicht nehmen lassen der Einladung zu folgen. Bitte applaudieren Sie vor Ihrem Computer für den jungen Asadjohn. Produzent und DJ von vielen und bewundert von allen, ist der junge Berliner ein Vorzeigeunternehmer und weist ein hervorragendes Portfolio auf. Und wohin ziehen sich die Gäste nach einem kräftezehrenden Tag zurück um neue Energie zu sammeln? Richtig: in das ausufernde Grundstück unseres lokalen Helden Zorro, der alljährlich die Herde im Zaum hält.

Tun Sie sich und Ihrem gesellschaftlichen Ansehen einen Gefallen und besuchen Sie diese Veranstaltungen auf jeden Fall. Sie werden es nicht bereuen!


NEUFUNDLAND

Frisch, kantig, eingängig – NEUFUNDLAND zeigen, was deutschsprachige Musik zwischen Pop und den Weiten des elektronischen Kosmos in Zwanzigfünfzehn bedeuten sollte. Zwei Sänger, beide heißen Fabian, beide Mitte zwanzig, beide schreiben gemeinsam Texte, beide haben Stimmen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die eine melancholisch-düster, die andere voll Sturm und Drang. So verschieden sie sind, so sehr greifen sie doch ineinander: Nachdenklichkeit, getragen von der Wut und der Haltung, die ihre Punkrockwurzeln durchscheinen lassen.

Deutscher Pop muss sich nicht anbiedern. Er darf sogar grotesk sein. Musikalisch konkurrieren orchestrale Finessen mit ekstatischen Elektronika. Große Melodien und schillernde Popaffinität unterstreichen den hybriden Charakter ihrer selbstbetitelten Debüt-EP. Der Sound, den sich NEUFUNDLAND erarbeitet haben, changiert zwischen der Postpunk-Düsternis von Interpol, der zarten Wucht und würdevollen Eleganz von Sigur Rós und der Detailverliebtheit elektronischer Tanzmusik wie sie etwa Moderat schaffen.


POMRAD

Hui, das geht ganz gut ab. „Knights“ haut dem Hörer schwere Bässe um die Ohren, dazu experimentelle Melodien, als wollte ihr Macher, der sich Pomrad nennt, alle Knöpfe eines Gerätes einmal ausprobieren. Das gleichnamige Album des belgischen Produzenten Adriaan Van de Velde (erschienen bei Jakarta Records) ist eine wirklich feine Mischung aus Retro-Synthesizern der 80 Jahre geworden, gespickt mit modernen, urbanen Melodien. Tanzbar und doch auf erfrischende Weise jede allzu offensichtliche Eingängigkeit vermeidend. Da findet sich Hip-Hop, genauso wie kosmischer Funk, Dub oder Trap. Unterscheidbar fast nur für Kenner.

Eine aufregende Reise in unbekanntes Terrain, die der Belgier in seinem Studio in Boiler Room Set zusammendrechselt. Auch Sängerinnen wie Selah Sue und Sylvie Kreusch konnte er zu einem vokalen Gastbeitrag überreden. Live lässt Van de Velde sein Projekt zum Trio anwachsen, was dem Sound sicherlich noch einige Umdrehungen mehr geben dürfte. Wir freuen uns auf Pomrad auf dem Kosmonaut 2017!


BLUME OPEN AIR

Seit unserem Kosmonaut Festival Nummer 1 entfaltet sich jedes Jahr auf’s Neue eine künstliche Blume mit ihren elektronischen Blütenblättern zwischen Stausee, Livebands, Handbrot & Flunkyball. Gepflanzt von einem Cyborg aus der Zukunft, der halb Mensch, halb Synthesizer, halb Drumcomputer ist, erfüllt sie die ihr einprogrammierte Aufgabe uns Menschen die Musik der Maschinen näher zu bringen.

Zum 5 jährigen Jubiläum gibt es daher mehr elektronische Tanzmusik denn je und wir finden, es wird eines der blühendsten Blumenbeete aller Festivalvorgärten mit Vivian Koch & Jennifer Touch (live) / Riotvan, Peter Invasion, Jan Schulte und Young Marco am Freitag, sowie Pandaro, Christian Lindemann, dem Uncanny Valley Soundsystem, Jacob Korn (live) und Cuthead (DJ/live) am Samstag. 


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