Kosmonaut Festival

05. & 06.07.2019 – Stausee Rabenstein, Chemnitz

Artists

Alli Neumann

Alli Neumann, nach eigenen Angaben seit einigen Jahren 20, findet: Das mit der lieblichen, friedlichen, mit allem außer dem lästigen Liebeskummer einverstandenen Popmusik war eine Weile ganz schön, aber jetzt ist es vielleicht doch mal wieder an der Zeit für eine Alternative. Für Pop, der etwas will. Was sich dadurch ausdrückt, dass er für etwas steht. Und über Liebeskummer kann man dabei ja trotzdem noch singen. 

Das, was man auf ihren ersten beiden EPs hört, die im Oktober 2018 und Frühjahr 2019 veröffentlicht werden, nennt Alli deshalb auch „Alternativen Pop“.

„Ich hab keinen Bock, eine weitere glattgebügelte, angepasste Frau in unserer Musikindustrie zu sein“, sagt Alli. „Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Krawall.“ 


Amilli

Mitten aus dem Herzen des Ruhrgebiets kommt die gerade erst 18 jährige Sängerin Amilli.

Man könnte Amilli auch als die RnB-verliebte, kleine Schwester von Lana del Rey bezeichnen, denn ihre oftmals laidback Vocal-Performance steht der, der großen Schwester in keinster Weise nach. Und während ihre Altersgenossen in den Clubs der Stadt zu „Gucci Gang“ aufdrehen oder ihr Taschengeld für den nächsten Supreme-Drop sparen, arbeitet sie fleißig an ihrem Debüt.


Ankathie Koi

Kunst kommt von Können, sagen jene konservativen Spießer, die auch im Rock’n’Roll immer wieder anzutreffen sind. Blödsinn, hält die Popmusik spätestens seit Punk dagegen: Was zählt, sind Idee und Intuition –und kreative Wege der Umsetzung. Ankathie Koi verkörpert die Synthese dieser gegensätzlichen Lehren.

Kate Bush und Cyndi Lauper besuchen einen von Peaches geleiteten Aerobic-Kurs, wo Stevie Nicks von Fleetwood Mac Madonna gerade in der Garderobe erklärt, dass sie sich doch bitte einmal locker machen soll, während drinnen schon ausgelassen zu David Bowie getanzt wird. Ungefähr so klingt Ankathie Koi. Die Texte sind mal reflektiert, mal abgedreht, aber immer pointiert; die Videos zu den Singles „Little Hell“, „Black Mamba“ und „Foreign Heart“ präsentieren eine ebenso wandlungsfähige wie ausdrucksstarke Performerin und Entertainerin, bei der Schmäh und Haltungganz selbstverständlich Hand in Hand gehen und überbordende Lebenslust und Verletzlichkeit zwei Seiten derselben Medaille sind.

Ankathie Koi kann die Tanzmaus, die feine Lady und den männermordenden Vamp, und doch geht es ihr nie darum, von einem Geschlechterstereotyp ins nächste zu wechseln. Auch Männer können hier Schwestern sein, zwei davon stehen Ankathie Koi bei ihren Live-Exzessen zur Seite. Postfeminismus? Ja, eh, nur meint der hier halt kein Freilos für ein achselzuckendes Anything Goes.


BHZ

Die musikalische Verortung der Crew fällt nicht nur aufgrund der breiten Karosserie ihrer unterschiedlichsten Künstler, sondern auch durch die straighte und siegesgewisse Kreuzung von klassischem, lockeren Berliner Boom-Bap-Vibe und modernen Trap-Elementen aus gegenwärtigen Hip-Hop-Anwandlungen schwer. 

Auch wenn sich die Jungs musikalisch ungern in eine Schublade einordnen lassen, liegt dennoch mindestens auf der Hand, dass sich ihr authentisches Auftreten besonders im Rahmen von Live- Auftritten im vollen Maße entfaltet. Egal ob mit Bangern im Club oder bei Akustik-Sessions in Berliner Bars: Wenn Dead Dawg, Monk, Ion Miles, Big Pat, Longus Mongus, MotB und Samy auf Bühnen zueinander finden, ist harter Abriss in Form von energiegeladenen Shows vorprogrammiert. Bitte alle einmal die Arme hoch für BHZ!


BLOND

BLOND sind eine Chemnitzer Band. Auf ihren bislang zwei Tonträgern zeigen flotte Pop-Songs das Potenzial feierwütiger Teens. BLOND sind drei Geschwister, die voller Hingabe Gitarre, Schlagzeug, Synthesizer und Bass spielen. Das junge Trio präsentiert eine variationsreiche Mischung aus Indie, Pop und Las Vegas Glamour. BLOND, das ist der verbeulte Kaugummi-Automat, die misshandelte Barbie Puppe. BLOND ist das Aufstoßen nach dem Genuss eines grellfarbenen Energydrinks.

Mütter, sperrt eure Hunde, Handtaschen, Söhne und Autos weg, BLOND liegt in der Luft!


BOSSE

Stillstand ist nicht sein Ding. BOSSE wirbelt wieder! BOSSE strotzt vor frischen musikalischen Ideen, unnachahmlichem Wortwitz und bemerkenswerter Tiefenschärfe in seinem Blick auf die Dinge. ER wirbelt auf. Künstlerisch, thematisch, emotional. Mit Hüftschwung und Haltung. Mit Leichtigkeit und Bodenhaftung.

Zu einem der etabliertesten und anerkanntesten Künstler im Live-Business zu gehören: wohl die schönste Auszeichnung für Kontinuität und das größte Geschenk, was einem das eigene Publikum machen kann. Sein Antrieb: Jeder Schritt nach vorne setzt Energie frei. Jedes durchschwitzte Konzert Liebe. Jedes neue Album Dankbarkeit. Von außen heute mehr denn je: Wertschätzung und uneingeschränkte Sympathie. Für eine bemerkenswerte Künstlerkarriere. Fernab von Eitelkeiten und Starallüren. Voller Tiefe und Nachhaltigkeit.


Fil Bo Riva

Geboren in Rom, bekommt Fil mit zehn die erste Gitarre geschenkt. Später spielt er in kleineren Bands, schreibt Songs, vergisst darüber das Lernen, landet auf einem Internat in Irland. »Das war eine prägende Zeit«, sagt Fil heute. »Die ganzen Bands, die nach den Strokes kamen, MGMT, Arctic Monkeys, Mumford & Sons, habe ich in Irland viel früher entdeckt als andere.«

In den letzten Jahren spielen Fil Bo Riva drei ausverkaufte Tourneen und Konzerte unter anderem in Paris, London, Mailand und Amsterdam. Ihre Songs laufen überall im Radio, Fil Bo Riva treten auf Festivals wie Great Escape, Eurosonic und Montreux Jazz Festival auf, es gibt gemeinsame Tourneen mit Matt Corby, Joan As Police Woman, Milky Chance und einigen anderen, außerdem eine Nominierung für den Europe Talent Award. Das alles wohlgemerkt mit nur einer einzigen EP im Rücken, denn das Album kommt ja erst jetzt.

Europäische Folklore, Indie-Pop – ein betörendes Ensemble-Werk aus der Perspektive eines überaus begabten Songschreibers, welches der Wahlberliner gemeinsam mit seiner Band beim Kosmonaut auf die Bühne bringen wird.


Geheimer Headliner


Granada

Was Granada mit ihrem Debutalbum im letzten Jahr hingelegt haben, kann sich sehen lassen. Ihre Songs haben mehrere Millionen Plays auf Youtube und Spotify. Sie waren für 2 Amadeus Awards nominiert und ihre charmanten Songs liefen in den Radiostationen im deutschsprachigen Raum auf und ab.

Sie waren mit Sportfreunde Stiller auf Tour, mittlerweile sind Granada selbst Headliner auf vielen Festivals. Doch was macht den Erfolg Granada genau aus? Die fünf Musiker vereinen good old Indie à la The Strokes, Vampire Weekend und The Hives mit catchy Gesang und Akkordeon und granteln auf Mundart dabei mit einer guten Dosis Humor. Live holt einen die Band dermaßen ab, dass man spätestens nach dem zweiten Song laut mitsingt, ohne sich dabei blöd vorzukommen. Ölt also schon einmal eure Stimmbänder!


HOPE

Marschieren, Gewalt, sklavische Disziplin, Technokratie und Techno, das ist Deutsch. Ironischer: wann immer ausserhalb von Deutschland eine deutsche Band geliebt wird, dann genau dafür. Am deutlichsten wird das bei DAF, Kraftwerk und Rammstein. Aber kann es deutsche Popmusik geben? Würde Portishead heute in Berlin gegründet werden und Josef Beuys mit einer groben Drahtbürste die Band in Stücke reissen, um sie in einem dunklen, 30 Meter hohen Silo zur künstlichen Produktion für Eisberge auszustellen, käme dieses Gesamtkunstwerk Hope wohl am nächsten.

ALGIERS und IDLES waren die ersten, die sich ausserhalb von Deutschland in dieses zerberstende emotionale Monster von Band verliebt haben, und mit denen sie ausgiebig auf Tour gingen. Dann wurden Hope von der Presse beim Eurosonic als neues, weirdes Popwunder gefeiert. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum haben sie mit Olaf Opal (The Notwist) in einer zerfallenen Lungenheilanstalt aufgenommen, um die innere Zerstörung und Kälte einzufangen. Es hat das Zeug zum zeitlosen Klassiker.


Kid Simius

Vor knapp zehn Jahren zog Kid Simius aus Granada im Süden Spaniens nach Berlin. Seitdem hat er unverkennbare Nummer-Eins und Underground Hits produziert und bei Deutschlands wichtigstem Rapper in der Band gespielt. Er hat HipHop produziert, Bassmusik, Surfpop, psychedelischen Disco und elektronischen Pop. Er ist um die halbe Welt getourt und hat sich, beinahe nebenbei, als einer der gefragtesten House- und Techno-DJs in der Berliner Underground-Szene etabliert.

Frag seine Mitstreiter wie Marteria oder Paul Kalkbrenner. Frag Siriusmo, Roland Knauf (Deichkind) oder Tropf (Beginner), mit denen er zusammengearbeitet hat. Frag das Feiervolk im Kater Blau, bei der Fusion, auf dem Splash oder dem SXSW. Einen Musiker wie Kid Simius findet man nicht alle Tage.

 


Leoniden

Aus ihrer Homebase Kiel starteten die LEONIDEN auf die Bühnen der Sommerfestivals, spielten ausverkaufte Konzerte von Berlin bis Wolfsburg, gründeten ihr eigenes Label „Two Peace Signs“, veröffentlichten darauf ihr Debütalbum und weil die Welt manchmal doch gerecht ist, passierte das, was niemand erwarten konnte: Plötzlich laufen LEONIDEN-Songs im Radio, sie gewinnen den New Music Award, sind 200 von 365 Tagen im Jahr auf Achse und ihre Songs werden mehr als 15 Millionen mal auf Spotify gestreamt. Und wisst ihr was? Es gibt niemanden, der diesen geilen Zirkus mehr verdient hätte als die LEONIDEN!

Ihre Songs sind ein irres Feuerwerk, mischen Punk und Grunge kongenial mit Elementen aus Funk und Soul und entwickeln damit eine Dringlichkeit, der man sich einfach nicht entziehen kann – ganz gleich, ob der eigene Sound sonst eher Rap oder doch eher Techno ist.

Auch nach einem kompletten Jahr im Fast-Forward-Modus macht sich bei den LEONIDEN keine Müdigkeit breit. Dass die Live-Energie der LEONIDEN einmalig und ansteckend ist, hat sich mittlerweile sowieso herumgesprochen. Und da das Wort „Pause“ im Wortschatz der Band nicht vorkommt, könnt ihr euch auf die LEONIDEN auf dem Kosmonaut 2019 freuen!


NURA

Unter dem Motto „Allo Leute Tour 2019“ geht Nura, nach ihrer zuletzt restlos ausverkauften Tournee mit SXTN, im September erstmals solo auf Tour. Die Rapperin und Sängerin gab Ende 2017 mit der Single „Auf der Kippe“ mit AchtVier ihr Solo-Debüt und ist spätestens seit ihrem Song „Chaya“ mit Trettmann jedem ein Begriff. Mit neuem Sound überzeugt sie ihre Fans – weg vom derben Rap mit provokanten Texten, hin zu Trap und RnB. Und der Erfolg gibt ihr Recht: Erst am 06. Dezember wurde sie als ‚Beste Künstlerin’ mit der 1Live Krone ausgezeichnet. Nach Auftritten bei #wirsindmehr in Chemnitz und Modus Mio wird Nura im Sommer 2019 auch unter anderem beim Splash!-, Frauenfeld- und Deichbrand Festival spielen, bevor sie im September für elf Termine durch Deutschland, Österreich und die Schweiz tourt.


Parcels

Es gibt vieles, wofür man die Parcels schon hielt: Manchmal etwa für eine französische Band: Les Par-Sells. Gern auch mal für einen Haufen australischer Strand-Dudes. Oder diese Typen, die direkt aus den Siebzigern in die Gegenwart geschickt wurden. Was die Parcels wirklich sind, vor allem, wenn man nun über ihr Debütalbum spricht, ist aber vor allem eines: Ein schwer zu definierender Superlativ.

Viele, die die Parcels zum ersten Mal auf der Bühne sehen, haben das Gefühl, etwas ganz Eigenes entdeckt zu haben. Ja, man kann hier und da durchaus hören, dass die Band mal ein paar Tage mit Daft Punk in einem Raum saß. Aber es gibt eben auch Tracks wie „Exotica“. Und beim sechsten Anhören entdeckt man vielleicht sogar etwas Dubstep auf dem Album. Die Band, die sich stets zwischen den Polen moderner Mentalität und Old-School-Traditionen bewegt, wollte eine Album ohne stilistische Grenzen aufnehmen, das sich dabei trotzdem nach einem großen Ganzen anfühlt. Genau wie bei den klassischen Alben der Popgeschichte, die die Parcels selbst verehren.

Und mit diesem Gefühl stehen sie nicht allein da, denn die deutliche Ahnung beschleicht einen, dass eine Band wie die Parcels, genau wie ihre Garderobe, nur alle 30 Jahre mal auf der Bildfläche erscheint.


Pish

Pål Vindenes, auch als Moon Man, Space, Big P oder einfach Pish bekannt, verbringt seine meiste Zeit als Frontmann von Kakkmaddafakka, einem von Norwegens größten Indie-Exporten. Und ohne Frage einer der besten Live-Bands auf dem Planeten.

2019 ist er mit seiner Soloplatte unterwegs und besucht dabei auch das Kosmonaut Festival. Freut euch auf etwas großartiges!

 


shame

In der Heimat der Wettbüros wird zurzeit ein Name groß gehandelt: SHAME. Die Band lebt von Konfrontation. Sei es die brodelnde Intensität, die auf ihrem Debüt „Songs of Praise“ knistert, oder das Adrenalin-pumpende Chaos, das sich bei ihren aufregenden von großen Emotionen angetriebenen Shows entfaltet.

Mit einem gesunden DIY-Ethos als Grundlage und mit The Fall und Wire als musikalische Einflüsse schafften sich SHAME eine Nische in der Musikszene Südlondons und entwickelten furchtlos ihren aufrichtigen, eckigen, peitschenden Post-Punk. Wir freuen uns auf Shame beim Kosmonaut Festival 2019!


Swutscher

Swutscher ist Plattdeutsch für „liederlich lebender Mensch“ -ganz platt sind die Jungs aber nicht. Im Gegenteil, denn ihre Musik ist eine Kombination aus Wahnwitz und Finesse. Schrullige Klampfen, knartziger Gesang und ganz viel Norddeutschland.

Das Sextett aus Hamburg, bestehend aus Sascha, Martin, Sven, Velvet, Mike und Seb kombiniert Komik, die man aus Opas alten Erzählungen am Lagerfeuer kennt mit „Rhener Romantik“ und den goldenen Schlager der 50er Jahre mit einem wunderbar hysterischen Garage-Sound. In den vergangenen Monaten tourten sie mit Isolation Berlin und Moonlandingz, aber das ist erst der Anfang. Verschroben durch die ländliche Schönheit der norddeutschen Gefilde wankend oder auf einem „Drahtesel“ unterwegs, aber immer mit der obligatorischen Dose Bier bewaffnet. Hier kommen Swutscher.


Von Wegen Lisbeth

Tausende Kilometer bei 43 Grad auf der Autobahn, gefühlte 637 Sprints zwischen Omnichord und Regenbogenachttästler: Von Wegen Lisbeth haben in den letzten Jahren von Cuxhaven bis Konstanz so ziemlich jede Bühne bespielt und dabei pflichtbewusst und mit akribischer Sorgfalt jeden Backstagekühlschrank geleert.

Nach monatelangem Festivalsommer im heimischen Berlin angekommen, mussten die Fünf dann jedoch ernüchtert feststellen, dass die Milch im Kühlschrank in der Zwischenzeit verschimmelt ist und vor Matzes Fenster ein Büroneubau die Sicht auf die Autobahn versperrt. Während die fünf Pflicht-Berliner nach zahlreichen Konzerten quer durch die Republik also in der Hood wieder regelmäßiger nach dem Rechten sahen, hörte man es zwischen Penny und Proberaum verdächtig aus der Tiefe ächzen und wummern: Ein angsteinflößendes aber eindeutiges Zeichen, dass 2019 noch das ein oder andere Unerwartete auf uns zukommen könnte. So z.B. das Kosmonaut Festival!


Serious Klein

Es ist schwer nicht von Serious Klein beeindruckt zu sein.

Kelvin Boakye AKA Serious Klein ist ein auf englisch rappender MC aus dem deutschen Hip Hop Underground. Mit seiner Debut EP „The Serious Outlook“ erschien er 2012 auf der Bildfläche, mit seinen folgenden EPs „The Introduction“ und „Summer 03’s Problem“ konnte er auch in England und den USA für Aufsehen sorgen. Sein Sound besteht aus einem Mix aus Jazz, Rap, Hip-Hop, Trap und Soul, insgesamt am ehesten wahrscheinlich „Art Rap“.

2016 supportete er u.a. Denzel Curry, Mick Jenkins, The Underachievers und Bryson Tiller, wurde darüber hinaus sogar von Alicia Keys eingeladen – und von ihr als einer der heissesten Newcomer des Landes bezeichnet. Freut euch auf Serious Klein auf dem Kosmonaut 2019!

 

 

 

 


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